Faust Gottes

 

KÄLIFORNIA



Faust Gottes dreht neuerdings auch Video-Clips und verlumpt dabei im Goldrausch...
 
Der Schweizer Johann August Sutter, auch General Sutter genannt, machte sich eines Tages auf in die weite Welt und liess sich in Kalifornien nieder. Auf einem Areal seiner lukrativen Privatkolonie Neu-Helvetien wurde 1848 Gold gefunden. Im darauf folgenden frenetischen Goldrausch brachen Recht und Ordnung vollständig zusammen und Sutter verlumpte. „Kälifornia“, ein Song der Brienzer „Mundie-Rock“ Band Container 6 erzählt von Sutters Absturz vom Kaiser zum Bettler.
 
Im Clip reist Sutter im Mutz und mit seiner ganzen Schweizer Sippschaft an – Wilhelm Tell, General Guisan und Skirennfahrerin im Käse-Dress inklusive. Statt in Kalifornien aber landet er in einer Berner Beiz. Ein „lonesome butler“ bedient die gierigen Auswanderer, doch sie kriegen nicht genug und es kommt schliesslich, wie es kommen muss. Das Chaos regiert und eine Torte muss daran glauben...

Hier der Artikel in der Jungfrau Zeitung zum Dreh

Hier der Blogeintrag auf KulturStattBern

Regie
Michael Nejedly

Assistenz
Christof Bühler

Kamera
Soleil Zumbrunn
Larissa Schneider

Schnitt
Larissa Schneider

Spiel
Tom Glatthard
Nina Stämpfli
Laura Friedrich
Moritz Achermann
Corinne Schwegler
Pascal Hiltbrand
Barbara Boss
Dominic Wüthrich
Janik Löffel

Musik
Container 6

Produktion
Faust Gottes

 

DER REVISOR

nach Nikolaj Gogol

25.08. - 03.09.2016
Tojo Theater Reitschule Bern

In einer Provinzstadt macht das Gerücht die Runde, ein Revisor sei inkognito unterwegs um nach den Rechten zu sehen. Der Stadthauptmann und die Stadtbevölkerung sind davon gar nicht begeistert, denn Amtsmissbrauch, Steuerhinterziehung und Schmiergeldaffären sind an der Tagesordnung. Was nun folgt ist eine bitterböse Gesellschaftskomödie in einem albtraumhaft-komischen Kaff. Alle versuchen sich in dieser maroden Scheinwelt ins beste Licht zu stellen und gleichzeitig ihre Mitbürger*innen anzuschwärzen um den vermeintlichen Revisor für sich einzunehmen. Die Spirale von Korruption, Betrug und Amoral dreht sich immer schneller – und das Provinznest versinkt unter grotesken Verrenkungen seiner Nestbeschmutzer*innen unwiderruflich im Chaos. Das gesamte System droht zusammenzubrechen. Die Betrüger*innen werden zu Betrogenen und die Mächtigen üben sich in Ohnmacht. Und das ist erst der Anfang...

Mit «Der Revisor» kommt die nach Graz ausgewanderte Nachwuchsregisseurin Claudia Bossard für kurze Zeit zurück nach Bern – und zwar alles andere als inkognito!

DER REVISOR - eine bestOFF Produktion
in Koproduktion mit dem Tojo Theater Bern und Faust Gottes

Regie
Claudia Bossard

Choreografie
Nina Stadler

Musik
Moritz Achermann und
Die Zärtlichen Schwestern

Text
Barbara Boss

Spiel
Moritz Achermann
Barbara Boss
Christof Bühler
Laura Friedrich
Elias Furrer
Simone Gfeller
Riccardo Legena
Elena Mauerhofer
Michael Nejedly
Maximilian Pahl
Alice Peterhans
Denise Pezzatti
Nuria Sanchez
Caroline Stähli
Dominik Widmer
Dominic Wüthrich

Bühne
Konstantina Dacheva
Christof Bühler

Kostüme
Myriam Casanova

Abendspielleitung
Alice Peterhans

Dramaturgie
Michael Imoberdorf

Licht
Lola Rosarot

Regieassistenz
Eva Lichtsteiner

Ausstattungsassistenz
Christine Glauser

Produktion
Faust Gottes
Myrtha Bonderer

Fotografie
Hannes Zaugg-Graf

Graphic Design
Samuel Steiner

 

GRANIUM

Ein Schweizer Qualitätsabend

20. - 23.04.2016
Mappamondo Sääli

Es ist an der Zeit, nach den Wurzeln zu graben! Faust Gottes macht sich mit seinem neuesten Wurf GRANIUM – Ein Schweizer Qualitätsabend auf die Suche nach dem Wesen der Schweiz. Im Sääli des Restaurants Mappamondo wird tief in der Heimaterde gewühlt, wird die helvetische Geschichte ausgegraben, werden Menschen und Mythen entwurzelt, wird die Gegenwart gehäckselt, mit Jodelchörli und Blaskappelle versetzt, mit einer Prise Trash verfeinert, an einen Haufen geworfen und schliesslich kompostiert. Das Ergebnis: ein rassiger Heimatabend auf Abwegen!

Von und mit
Moritz Achermann
Selina Beghetto
Myrtha Bonderer
Barbara Boss
Christof Bühler
Laura Friedrich
Christine Glauser
Riccardo Legena
Janik Löffel
Elena Mauerhofer
Michael Nejedly
Corinne Schwegler
Nina Stämpfli
Dominic Wüthrich

Graphic Design
Samuel Steiner
Sirkka Ammann

Fotos
Pascal Zeder

Regie
Selina Beghetto

Musik
Moritz Achermann

Bühne
Christof Bühler

Ausstattung
Barbara Boss

Jodelcoaching
Barbara Klossner

Lichtdesign
Markus Güdel

Technik
Sandro Griesser

Produktion
Faust Gottes


 

MEDEA

Ein postantikes Musikdrama

06. - 11.01.2015
Tojo Theater Reitschule Bern

Medea, die Königstochter aus Kolchis, die von ihrem Mann Jason heldenhaft sitzengelassen wird und zur Mörderin ihrer eigenen Kindern wird, ist die wohl am dunkelsten schillernde Frauengestalt der griechischen Mythologie. Euripides, Seneca, Grillparzer, Jahnn, Anouilh, Wolf und Müller leisteten schon ihren Beitrag zur Geschichte der Adaptionen dieses Stoffes. Höchste Zeit also, dass sich auch FAUST GOTTES der Medea annimmt und sie zwischen die Säulen des Tojo Theaters setzt.

Nach einem Theatertext von Barbara Boss, mit Musik von Moritz Achermann, Schauspielerinnen und Schauspielern aus dem Dunstkreis des BeST, den Sängern und Sängerinnen vom Berner Vokalensemble Suppléments musicaux (Jugendpreis 2014 Burgergemeinde Bern) und den Musikern und Musikerinnen von Campo Fiorente, wird im Januar 2015 mit MEDEA Korinth wiedererstehen, die Sehnsucht nach dem fernen Kolchis von neuem erblühen und allabendlich werden zwei Kinder die Intrigen der Macht mit ihrem Leben bezahlen.

SCHAUSPIEL
Andrea Scheidegger
Dominic Wüthrich
Michael Nejedly
Simone Gfeller
Silja Gruner
Riccardo Legena

CHOR
Suppléments musicaux

ORCHESTER
Campo fiorente

PRODUKTIONSLEITUNG
Corinne Schwegler
Annja Winter

REGIE
Christof Bühler

MUSIKALISCHE LEITUNG
Moritz Achermann

TEXT
Barbara Boss

AUSSTATTUNG
Christine Glauser
Janik Löffel
Anna Nydegger

ASSISTENZ
Vivianne Jeger

FOTOS UND DIGITAL ART
Yvan Jost lichtbildhauer.ch

 

FRANKENSTEIN

Eine Monster-Revue

27. - 30.06.2013
Tojo Theater Reitschule Bern

Dr. Frankenstein (Michael Nejedly) hat einen Plan: Leben erschaffen! Aus nutzlosem Menschenabfall – Knochen vom Friedhof, Haut, Herz und Hirn aus dem Seziersaal und Blut aus dem Schlachthaus – wird eine Kreatur (Maximilian Pahl) zusammengenäht und nach allen Regeln der Wissenschaft zum Leben erweckt. Doch was tun, mit einem ausgewachsenen Retorten-Menschen? Wohin mit den unliebsamen Überbleibseln einer wissenschaftlichen Versuchsanordnung?

Das damals noch blutjüngere Kollektiv Faust Gottes suchte in seiner ersten Produktion Frankenstein nach Antworten auf Fragen aus dem Grenzgebiet der Wissenschaft. Durch die Kreation künstlichen Lebens wird die Sicht auf Menschlichkeit, Moral und Verantwortung differenzierter und unmittelbarer denn je. Abseits jeglicher politischer und sozialer Verklärung strebt Frankensteins Kreatur einzig nach dem Kern unseres Daseins: der Liebe. Doch was, wenn selbst diesem einen frommen Wunsch nicht entsprochen wird?
Der Kern dieser fast 200 Jahre alten Geschichte könnte nicht aktueller sein. Wir leben in einer Zeit, in der geklont wird und bereits lebensfähige, künstliche Einzeller geschaffen werden; einer Zeit, in der es nichts Ungewöhnliches mehr ist, sich das Geschlecht seines Kindes auszusuchen; einer Zeit, in der die Medizin es den Menschen erlaubt, bis ins hohe Alter jung zu bleiben. Stammzellenforschung, Gentechnologie, pränatale Diagnostik, Botox und Transplantationen. Wo sind die Grenzen des menschlich Möglichen und moralisch Vertretbaren anzusetzen?

Mary Shelleys Schauerroman Frankenstein or The Modern Prometheus ist ein Klassiker der Weltliteratur und Boris Karloffs Interpretation der Kreatur ikonographisch für eine von Menschenhand geschaffene Kreatur geworden. Das war Grund genug, sich dieses Stoffes anzunehmen und ihm eine adäquate theatrale Form zu verpassen. Als Monster-Revue, mit einem Text von Barbara Boss, Musik von Moritz Achermann und in Raum und Szene gesetzt von Mirjam Berger und Christof Bühler, wurde aus Frankenstein eine Grusel-Show par excellence! Graf Dracula (Moritz Achermann) am Klavier und die drei Damen der Schöpfung (Barbara Boss, Chantal Dubs, Silja Gruner) sorgten dabei für einen gepflegten Abend des wohlig kultivierten Horrors.

Regie, Bühne
Christof Bühler

Regie, Licht
Mirjam Berger

Musik
Moritz Achermann

Text
Barbara Boss

Oeil Extérieur
Claudia Bossard

Produktion
Annja Winter

Schauspiel
Barbara Boss
Chantal Dubs
Silja Gruner
Michael Nejedly
Maximilian Pahl

Gastauftritt
Dominic Wüthrich

Requisiten
Anna Nydegger

Maske
Janik Löffel

Fotos und Digital Art
Yvan Jost lichtbildhauer.ch

 
Faust Gottes ist ein Kollektiv junger Kulturschaffenden, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Faust nicht im Sack zu machen sondern kräftig auf die Bretter zu hauen, die die Welt bedeuten. Mit dem Anliegen frei von wirtschaftlichen und ästhetischen Zwängen Theater zu ermöglichen, versteht sich Faust Gottes als eine Spielart des Theaterbüros. In unterschiedlicher Besetzung und Zusammensetzung, in Zusammenarbeit mit anderen Gruppen und Institutionen arbeitet Faust Gottes projektorientiert und erfindet sich jedes Mal auch ein wenig neu. Den harten Kern bilden dabei Moritz Achermann, Barbara Boss und Christof Bühler.